Unerwünschte Telefonwerbung

22.02.2015 13:28

Gegen unerwünschte Telefonwerbung vorgehen

Derzeit erhalten Verbraucher Werbeanrufe per Telefon. 

Das ist nicht nur nervig, sondern auch schlicht verboten. Nur wenn Sie als Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dürfen Unternehmen zu Werbezwecken anrufen. 

Klingelt Ihr Telefon trotzdem zu oft? Wir sagen, wie Sie sich wehren können - Schritt für Schritt.

Beachten Sie: moinEnergie wird Sie als Kunden niemals egal aus welchem Grund ohne Ihr ausdrückliches Einverständnis anrufen. Wenn es Klärungsbedarf z.B. zum bestehenden Vertrag gibt, wird moinEnergie sich schriftlich mit Kunden in Verbindung setzen.    

  • Schritt eins: Ein Häkchen zu viel?

Ist es möglich, dass Sie irgendwo im Kleingedruckten in den Erhalt von Werbe-Anrufen eingewilligt haben, z. B. in einem Telefon- oder Versicherungs-Vertrag oder bei einem Zeitungs-Abonnement? Überprüfen Sie Ihre Unterlagen, vorsichtshalber können Sie auch bei dem werbenden Unternehmen nachfragen. Falls Sie Telefon-Werbung unwillentlich zugestimmt haben: Widerrufen Sie diese Einwilligung und fordern Sie, die persönlichen Daten, die das Unternehmen von Ihnen gespeichert hat, zu löschen - am besten schriftlich. Denn liegt keine ausdrückliche Zustimmung von Ihrer Seite vor, machen sich die Werbe-Anrufer strafbar.

  • Schritt zwei: Alles dokumentieren

Damit Sie wirkungsvoll gegen unerlaubte Telefon-Werbung vorgehen können, brauchen Sie möglichst detaillierte Angaben über das Unternehmen, das Sie mit Werbung belästigt. Deswegen ist es sinnvoll, Stift und Papier in der Nähe des Telefons bereitzuhalten und so viel wie möglich über den Anruf zu notieren. Wesentliche Informationen: Rufnummer und Name des Unternehmens, zusätzlich Datum und Uhrzeit sowie Grund des Werbe-Anrufs.

  • Schritt drei: Hartnäckig nachfragen

Unseriöse Unternehmen unterdrücken oft ihre Telefonnummer, obwohl sie das nicht dürfen. Grundsätzlich sollten Sie Anrufe mit unterdrückter Rufnummer erst garnicht annehmen. Falls Sie doch einen solchen Anruf angenommen haben, sind gezielte Fragen notwendig, um mehr über den Anrufer herauszufinden: Mit wem spreche ich? Wie ist Ihr Name? Ihnen liegt mein Einverständnis vor? Wenn Sie der Call-Center-Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung mit Fragen bombardiert, stellen Sie Gegenfragen. Und bleiben Sie hartnäckig, wenn er Ihnen nicht antworten will. Beharren Sie auf Ihren Fragen. Denn je detailliertere Informationen Sie haben, umso gezielter können Sie anschließend gegen die Anrufer vorgehen.

  • Schritt vier: Beschwerde abgeben

Melden Sie die unerlaubten Anrufe bei der Verbraucherzentrale, der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs oder der Bundesnetzagentur. Ausgestattet mit möglichst detaillierten Informationen von Verbrauchern können die Behörden wettbewerbsrechtlich gegen die Firmen vorgehen.

Die Bundesnetzagentur kann bei unerlaubter Telefonwerbung Bußgelder von bis zu 50.000 Euro verhängen:

·         Unerlaubte Telefonwerbung melden [bundesnetzagentur.de]

Die Wettbewerbszentrale kann Unternehmen, die sich nicht an die Spielregeln halten, verklagen:

·         Hier erreichen Sie die Beschwerdestelle [wettbewerbszentrale.de]

Die Verbraucherzentralen können Unternehmen etwa dazu auffordern, unerbetene Anrufe in Zukunft zu unterlassen, und diesen Anspruch notfalls auch gerichtlich durchsetzen.

·         Infos und Hilfen zur Telefonwerbung [verbraucherzentrale-bayern.de]

  • Schritt fünf: Unerwünschte Verträge widerrufen

Bei einem Werbe-Anruf ein rechtskräftiger Vertrag zustande gekommen, den Sie so gar nicht wollten? Dann können Sie diesen ohne Angabe des Grundes widerrufen. Die Frist dafür beträgt bei telefonisch abgeschlossenen Verträgen einen Monat. Sie sollten den Widerruf schriftlich erklären, am besten per Einschreiben mit Rückschein, oder - wenn Sie bereits eine Ware erhalten haben - bei deren Rücksendung.

  • Schritt sechs: Keine persönlichen Daten preisgeben

Es kann so schnell gehen: Wenn Sie einen neuen Vertrag oder ein Abonnement abschließen, lohnt es sich immer, das Kleingedruckte genau zu studieren. Dort finden Sie meist Informationen dazu, wie die Unternehmen mit ihren persönlichen Daten umgehen. Im Zweifelsfall können Sie von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und der Firma die Nutzung Ihrer Daten zu Werbezwecken untersagen. Zusätzlich gilt: Seien Sie vor allem mit der Weitergabe Ihrer Telefonnummer sehr zurückhaltend. Geben Sie die Nummer einem Unternehmen nur dann, wenn es für die Vertragsabwicklung nötig ist.